Studiengang Theaterausstattung Richtung Kostümgestaltung

Produkt von Hochschule für Bildende Künste Dresden

Stage|Set|Scenery 2019

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Produktbeschreibung

Die Studierenden sollen im Verlauf von acht Semestern befähigt werden, Kostümentwürfe für Tanz-, Musik- und Sprechtheater sowie für Film- und Fernsehproduktionen in ihrem dramaturgischen Zusammenhang zu analysieren und eigenständig gestaltend umzusetzen.
Diese sensible Arbeit erfordert ein hohes Maß an Kreativität, künstlerischem Einfühlungsvermögen sowie Sicherheit im Umgang mit Stilepochen und Kulturgeschichte. Die Balance zwischen eigenem interpretatorischen Anspruch und der Anforderung, eine vorgegebene bildnerische Aufgabe umzusetzen, bestimmen Reiz und Schwierigkeit dieses herausfordernden Berufes gleichermaßen. Die Fähigkeit zur materiell-technischen, organisatorischen und finanziellen Planung des jeweiligen Vorhabens ist eine weitere wichtige Voraussetzung für erfolgreiches Arbeiten.

Die genannten Qualitäten werden in sukzessive aufbauenden Studieninhalten von Grundstudium, Hauptstudium, Praktikum und Diplomarbeit systematisch erarbeitet. Das Studium zielt in jeder einzelnen Ausbildungsphase auf eine optimale Vorbereitung für die spätere Praxis. Neben der erforderlichen theoretischen und künstlerischen Grundlagenvermittlung (insbesondere während des Grundstudiums) werden die Probleme der Interpretation und der Realisation sowie deren ästhetische, technische und ökonomische Aspekte exemplarisch behandelt.
Das Grundlagenstudium schließt nach zwei Semestern mit der Diplomvorprüfung ab und beinhaltet folgende gestalterische, fachtechnische und fachwissenschaftliche Fächer, die im Wesentlichen interdisziplinär in Vorlesungen, Seminaren und praktischen Übungen vermittelt werden: zeichnerisches, malerisches und plastisches Arbeiten, Farblehre, Materialkunde, Maltechniken, Künstlerische Anatomie, Schnittkonstruktion, Schnittgestaltung moderner Kleidung und deren Realisierung, Grundlagen der Fotografie, grafische Drucktechniken, Dramatische Literatur, Theaterwissenschaften, Kunstgeschichte, Kostüm- und Uniformgeschichte.

Die erfolgreich bestandene Diplomvorprüfung berechtigt zur Aufnahme des Hauptstudiums.
Während des Hauptstudiums erarbeiten und vertiefen die angehenden Kostümdesigner Kenntnisse und Fertigkeiten vor allem in den folgenden Fächern: Entwurfsinterpretation und Fertigung, Schnittkonstruktion, Schnittgestaltung historischer und neuer Kleidung sowie deren Umsetzung, Materialkunde, Ausstattungsplanung, Experimentelle Techniken, Schmuckgestaltung, Kostüm- und Uniformkunde, Künstlerische Anatomie, Naturstudium, Kunstgeschichte, Dramatische Literatur, Opern- und Schauspieldramaturgie, Philosophie und Ästhetik.

Das fünfte Semester als Praxissemester dient insbesondere dazu, die bisher erworbenen künstlerisch- handwerklichen Fähigkeiten am Theater oder im Medienbereich direkt einzubringen, zu prüfen, praktische Erfahrungen zu sammeln und Verständnis für die (kultur)betrieblichen Gesamtzusammenhänge zu erwerben.
Ein wesentlicher Bestandteil des Hauptstudiums liegt in der Erarbeitung von Inszenierungen oder anderen Gemeinschaftsprojekten mit den verwandten Studienrichtungen Maskenbild, Theaterplastik und Theatermalerei sowie mit verschiedenen kulturellen Einrichtungen des Freistaates Sachsen oder mit anderen künstlerischen Hochschulen, wie der Hochschule für Musik «Carl Maria von Weber» oder der Palucca Schule Dresden – Akademie für künstlerischen Tanz.
Dabei werden interdisziplinäres Denken und Agieren geschult und die für Theaterausstattungsberufe unabdingbare kooperative und kommunikative Kompetenz entwickelt. Exkursionen ergänzen das Studium und dienen der exemplarischen Veranschaulichung und Vertiefung praxisbezogener Fragestellungen aus Lehrveranstaltungen.
Die Diplomarbeit besteht aus der konzeptionellen Erarbeitung und stilistischen Gestaltung eines Kostümentwurfs in seinem szenischen Kontext, einem schriftlichen Theorieteil und einem Kolloquium.